Ghosting, Breadcrumbing & Co. 9 toxischste Dating-Trends erklärt

Ghosting, Breadcrumbing & Co.: 9 toxischste Dating-Trends erklärt

Singles auf der Suche nach einer neuen Partnerschaft werden beim Dating mit einigen Herausforderungen konfrontiert. Eine davon ist toxisches Verhalten des Dating-Partners und das kann viele unterschiedliche Gesichter haben. Was hinter Begriffen wie Ghosting und Benching steckt und welche anderen toxischen Dating-Trends es gibt, damit befasst sich dieser Artikel.

1. Ghosting – wenn plötzlich Funkstille herrscht

Wenn sich ein Dating-Partner plötzlich nicht mehr meldet und auch auf Nachrichten nicht mehr reagiert, spricht man von Ghosting. Nachrichten bleiben unbeantwortet, Anrufe werden nicht angenommen und teilweise kommt es auch zum Blockieren des Accounts, um weitere Kontaktversuche zu unterbinden. Dieser vollständige Kontaktabbruch erfolgt ohne Vorwarnung oder Erklärung, wodurch die betroffene Person oft ratlos zurückbleibt und möglicherweise an sich selbst zu zweifeln beginnt.

2. Breadcrumbing beim Dating

Zu den häufig auftretenden toxischen Dating-Trends gehört auch das Breadcrumbing. Es bedeutet so viel wie „Brotkrümel“ und meint ein Verhalten, bei dem dem Gegenüber kleine Krümel Aufmerksamkeit geschenkt werden, hinter der sich jedoch kein ehrliches Interesse verbirgt. Typisch für Breadcrumbing sind lange Zeitabstände zwischen Nachrichten, ein oberflächlicher Austausch und keine Initiative, das Kennenlernen voranzubringen.

3. Benching – der Platz auf der Ersatzbank

Wer beim Dating Opfer von Benching wird, befindet sich auf der sinnbildlichen Ersatzbank. Der Dating-Partner hat eigentlich Interesse an einer anderen Person, kann seine Chancen jedoch bisher nicht richtig einschätzen und hält sich eine zweite Option warm. Drastisch formuliert: Man wird zur Notlösung. Da aus Notlösungen in der Regel keine glückliche Liebe wird, ist Benching ein Grund, den Kontakt zu beenden und sich stattdessen lieber nach einer anderen Person umzusehen, für die man beim Dating die Nummer eins ist.

4. Throning – der Dating-Partner als Prestigeobjekt

Throning ist eine besonders perfide Art, einen Dating-Partner zu benutzen. Voraussetzung ist, dass beide Partner einen unterschiedlichen sozialen Status haben. Die Person mit dem schwächeren Status benutzt beim Throning ihr Date, um den eigenen Status aufzuwerten. Ziel kann beispielsweise sein, in einen bestimmten Bekanntenkreis zu gelangen, spezielle Locations zu besuchen oder mit dem Date im eigenen Bekanntenkreis zu glänzen.

5. Pocketing – Liebe als Geheimsache

Ein weiterer toxischer Dating-Trend ist das Pocketing. Dabei wird von einem der beiden Partner die gerade entstehende Beziehung sowohl im privaten Umfeld als auch gegenüber der Familie und in sozialen Kreisen verheimlicht. Die Gründe für Pocketing können vielseitig sein. Möglicherweise schämt sich der neue Partner aus irgendeinem Grund für seine Beziehung oder ist sich seiner Sache bislang nicht sicher und wartet daher zunächst ab. In jedem Fall ist Pocketing für die betroffene Person verletzend und demütigend.

6. Kitten-fishing – die Kunst der Selbstdarstellung

Auch Kitten-fishing kann bereits zu Beginn einer Beziehung für jede Menge Probleme sorgen und diese nachhaltig schädigen. Wer Kitten-fishing betreibt, stellt seine guten Eigenschaften übertrieben positiv dar. Eher negative oder zumindest schwierige Aspekte an der eigenen Persönlichkeit werden hingegen kleingeredet und somit für unwichtig erklärt. Der Effekt ist, dass beim Dating zumindest auf den ersten Blick ein überzogen guter Eindruck entsteht, der mittelfristig der Realität jedoch nicht standhalten kann. Was dann folgt, ist meistens große Enttäuschung und Ernüchterung.

7. Insta-gator – öffentliche Darstellung einer Beziehung

Sind die ersten Dates gut verlaufen und beiderseitiges Interesse vertieft den Kontakt, tritt in einigen Fällen der Insta-gator auf. Er legt großen Wert darauf, die frische Beziehung in sozialen Netzwerken wie Instagram, TikTok oder Facebook so ausführlich wie möglich zu präsentieren. Dabei geht es weniger um eine realistische, sondern viel mehr um eine übertrieben perfekte Inszenierung. Unter diesen Bemühungen leidet oft die Entwicklung der noch frischen Liebe, was zu einem schnellen Beziehungsende führen kann.

8. Prowling – der Wunsch nach Kontrolle

Wer einen geringen Selbstwert hat und daraus resultierend seinen Dating-Partner kontrollieren möchte, neigt manchmal zu einem anderen toxischen Verhalten: dem Prowling. Dabei werden soziale Medien nach Hinweisen darauf durchsucht, ob der Dating-Partner möglicherweise Kontakt zu anderen Personen hat. Häufig kommt es nach einer kurzen Beobachtungsphase zur Konfrontation mit den vermeintlichen Erkenntnissen und es folgen Vorwürfe. Mangelndes Vertrauen und der Wunsch nach Kontrolle sind eine schlechte Basis für eine lange, glückliche Beziehung.

9. Curving – Treffen nicht in Sicht

Beim Chatten über ein Dating-Portal oder eine App stehen alle Zeichen auf Liebe und doch kommt die Sache einfach keinen Schritt weiter. Der Begriff Curving beschreibt das toxische Verhalten, dass ein potenzieller Date-Partner zwar Kontakt hält und einen regen Austausch pflegt, jedes mögliche Treffen jedoch mit Ausreden abblockt. Zwar kann es normal sein, dass manche Flirtpartner vorsichtig sind und erst abwarten möchten, werden Dates jedoch immer wieder mit Ausreden abgelehnt, ist das kein gutes Zeichen und kann Curving sein.