Lesbische Filme – Das sind unsere Top 10

Leidenschaft, gesellschaftliche Tabus oder sogar Hass: In lesbischen Filmen geht es oftmals ganz schön zur Sache. Doch sie alle beschäftigen sich auch mit der schönsten und zugleich kompliziertesten Sache der Welt – der Liebe. In diesem Ranking stellen wir euch zehn Filme über und mit lesbischen Frauen vor, die Ihr euch unbedingt (mal wieder) anschauen solltet.

1. Blau ist eine warme Farbe

Blau ist eine warme Farbe (Originaltitel: La vie d’Adèle) erzählt von der intensiven Liebe zwischen der 15jährigen Adèle (Adèle Exarchopoulos) und der blauhaarigen Kunststudentin Emma (Léa Seydoux), die sie zufällig auf der Straße trifft, im Anschluss aber wieder aus den Augen verliert. Adèle macht sich in den einschlägigen Nachtclubs auf die Suche nach Emma und wird tatsächlich fündig. Es beginnt eine große Liebe, mit der gleichzeitig auch die Probleme kommen. Der Coming of Age-Film aus dem von Abdellatif Kechiche wurde 2013 in Cannes mit einer goldenen Palme ausgezeichnet.

2. Happiest Season

Das erste Treffen mit der Familie der Partnerin ist generell schon so eine Sache. Schwierig wirds, wenn das Kennenlernen ausgerechnet beim alljährlichen Familien-Weihnachtsessen stattfinden soll und Sie zudem auch noch vorhaben, der Dame Ihres Herzens an diesem Tag einen Antrag zu machen. Dummerweise erfährt Abby (Kristen Stewart) erst auf dem Weg zu Harpers (Mackenzie Davis) Eltern, dass diese nicht nur Ihre Beziehung bis dato geheim gehalten hat, sondern die Familie überhaupt nichts von Ihrer Homosexualität weiß. Kein Wunder, dass Abby zu zweifeln beginnt, und sich fragt, ob sie diese Frau wirklich heiraten möchte.

3. Room in Rome

In Room in Rome (Originaltitel: Habitación en Roma) treffen sich die attraktive Spaniern Alba (Elena Anaya) und die kurz vor der Vermählung stehende Russin Natasha (Natasha Yarovenko) an ihrem letzten Abend in Rom. Alba lädt Natasha in ihr Hotelzimmer ein, wo sie einander näherkommen. Es beginnt eine körperlich Abenteuerreise, die mit ihrer Wucht an Emotionen in einem wahren Seelenstriptease endet. Am nächsten Morgen müssen sich beide die Frage stellen, ob die vergangene Nacht möglicherweise mehr als nur ein unvergesslicher One-Night-Stand war.

4. Nur die halbe Geschichte

In der Teenie-Romantikkomödie Nur die halbe Geschichte verdient sich die Streberin Ellie Chu (Leah Lewis) nebenher etwas Geld, indem Sie Aufsätze für Ihre andere Schüler schreibt. Eines Tages tritt der sportliche Paul an sie heran, und bittet um Hilfe bei einem Liebesbrief an seine Angebetete Aster (Alexxis Lemire). Was er nicht weiß: Auch Ellie ist in ebendiese Aster verliebt, weshalb Sie auch erst nach anfänglichem Zögern zustimmt, einen einzigen Brief in Pauls Namen zu schreiben. Doch dabei bleibt es nicht und das Chaos ist praktisch vorprogrammiert. Nur die halbe Geschichte ist ein wunderbarer Film über die Liebe, das persönliche Glück und eine ungewöhnliche Freundschaft.

5. Bound – Gefesselt

Bound – Gefesselt ist das Kinodebüt der Wachowski-Geschwister, von denen auch die Matrix-Trilogie stammt. Die gerade aus dem Gefängnis entlassene Corky (Gina Gershon) trifft im Aufzug zufällig mit ihrer attraktiven Nachbarin Violet (Jennifer Tilly) zusammen. Es ist Liebe auf den ersten Blick, die in leidenschaftlichem Sex in der Wohnung Ceasar (Joe Pantoliano) endet, Violets Mafia-Freund, von dem sich diese schon seit geraumer Zeit trennen möchte. Für einen gemeinsamen Neuanfang fehlt den beiden Frauen aber leider das nötige Startkapital. Also beschließen Sie, Ceasar und seinen Kumpels mit einem gewagten Plan zwei Millionen Dollar abzunehmen. Allerdings haben Sie nicht mit deren Skrupellosigkeit gerechnet.

6. Aimee & Jaguar

Berlin 1943: Während Goebbels Hitler zu dessen Geburtstag ein „judenfreies“ Berlin präsentieren möchte, legen alliierte Bomber die Hauptstadt in Schutt und Asche. Aimee & Jaguar erzählt die authentische Geschichte der Mutterkreuz-Trägerin Lilly Wust (Juliane Köhler), deren Mann Günther (Detlev Buck) an der Ostfront für den Endsieg kämpft. Sie verliebt sich in die jüdische Widerstandskämpferin Felice Schragenheim (Maria Schrader) und es entspinnt sich ein leidenschaftlicher Briefwechsel zwischen „Jaguar“ Felice und ihrer „Aimee“. In Nazi-Deutschland ist ihre Liebe jedoch ständig in Gefahr und bleibt nicht ohne hochdramatische Folgen …

7. Jennys Wedding

Die Eltern von Jenny (Katherine Heigl) sind am Verzweifeln: Wann findet ihre Tochter nur endlich den richtigen Mann fürs Leben? Umso größer die Begeisterung, als diese Ihnen von Ihren Hochzeitsplänen erzählt. Die Freude währt allerdings nur kurz, denn anstelle eines adretten jungen Mannes möchte Jenny ihre Mitbewohnerin Kitty (Alexis Bledel) ehelichen, mit der Sie bereits viele Jahre eine lesbische Beziehung führt. Da bangt Muttern nicht nur um ihren guten Ruf … Jennys Wedding ist eigentlich kein Lesbenfilm, sondern vielmehr ein Film über Heteros, die sich damit auseinandersetzen müssen, dass ein enges Familienmitglied ihnen über Jahre hinweg etwas vorgelogen hat.

8. La belle Saison – Eine Sommerliebe

Frankreich in den 1970er Jahren: Die 23-jährige Delphine (Izïa Higelin) zieht vom Bauernhof ihrer Eltern ins hippe Paris. Dort angekommen, schließt sie sich einer Gruppe junger Frauen an, die sich im Kampf für Frauenrechte organisieren. Dabei lernt sie Carole (Cécile de France) kennen und verliebt sich unsterblich in sie. Zwischen den beiden Frauen entwickelt sich eine Liebesbeziehung, die jäh unterbrochen wird, als Delphines Vater schwer krank wird und diese auf den Bauernhof zurückkehren muss. Von Sehnsucht getrieben reist Carole großen Liebe hinterher. Es beginnt ein leidenschaftlicher Sommer voller glücklicher Momente. Doch schon bald bekommt das idyllische Landleben erste Risse und Delphine muss sich darüber klar werden, ob sie offen zu ihrer Liebe stehen kann.

9. Loving Annabelle

Nachdem die Senatorinnen-Tochter Annabelle (Erin Kelly) wiederholt über die Stränge geschlagen hat, verfrachtet Ihre Mutter die rebellische Teenagerin in ein katholisches Mädcheninternat. Während sie sich von da an jeden Tag aufs Neue gegen die strengen Regeln auflehnt, beginnt ihre in einer unglücklichen heterosexuellen Beziehung lebende Lehrerin Simone Bradley (Diane Gaidry) zunehmend an ihrem bisherigen Leben zu zweifeln. Schon nach der ersten Begegnung zwischen Annabelle und Simone entwickelt sich eine gegenseitige Zuneigung, die nicht ohne Folgen bleibt. Doch einen Liebe zwischen Schülerin und ihrer Lehrerin darf eben nicht sein. Loving Annabelle ist inspiriert vom deutschen Klassiker Mädchen in Uniform mit Romy Schneider.

10. Alles nur eine Frage des Geschmacks

Simone (Sarah Stern) und Claire (Julia Piaton) sind schon seit drei Jahren ein Paar, doch bisher hat Simone ihrer konservativen jüdischen Familie immer noch nicht eröffnet, dass sie lesbisch ist. Stattdessen erträgt sie tapfer, dass Mutter, Vater und ihre beiden Brüder sie in regelmäßigen Abständen mit Männern verkuppeln möchten. Als sie endlich den Mut aufbringt, sich zu outen, lernt sie in ihrem Lieblingsrestaurant den senegalesischen Koch Wali (Jean-Christophe Folly) und fühlt sich sofort zu ihm hingezogen. Schon bald steht Simone zwischen Claire, Wali und ihrer Familie …